Herbstzeit ist Kuschelzeit: Die besten & sichersten Wärmequellen für Ihre Katze
Draußen stürmt und regnet es, die Blätter fallen – und unsere Katzen? Die tun das, was sie am besten können: Sie schlafen. Im Herbst und Winter mutieren selbst aktive Freigänger oft zu reinen „Sofa-Tigern“.
Doch ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihre Katze im Winter ganz gezielt bestimmte Plätze aufsucht? Das ist kein Zufall. Katzen sind wahre Meister der Thermoregulation. Warum sie Wärme so sehr lieben und wie Sie Ihrer Samtpfote die kalte Jahreszeit so gemütlich (und sicher!) wie möglich machen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Warum Katzen Wärme mehr brauchen als wir
Während wir Menschen uns bei einer Raumtemperatur von 20–22 Grad wohlfühlen, liegt die Wohlfühltemperatur einer Katze deutlich höher, nämlich eher bei 30 bis 36 Grad.
Das liegt an ihrer Körpertemperatur: Mit ca. 38,0 °C bis 39,2 °C sind Katzen von Natur aus „heißer“ als wir. Um diese Körpertemperatur zu halten, kostet es den Organismus Energie. Wenn die Katze sich an eine externe Wärmequelle (wie eine Heizung oder die Sonne) kuschelt, spart sie wertvolle Energie, die sie nicht selbst produzieren muss. Im Herbst ist das Suchen nach Wärme also reiner Energiespar-Instinkt!
Die Top 4 Wärmequellen für die Wohnung
Sie wollen Ihrer Katze etwas Gutes tun? Hier sind die besten Plätze, die Sie im Herbst einrichten können:
1. Der Klassiker: Die Heizungsliege
Warme Luft steigt nach oben. Deshalb lieben Katzen erhöhte Plätze. Eine Heizungsliege, die direkt an den Heizkörper gehängt wird, ist für viele Tiere der absolute „Place to be“ im Winter.
- Vorteil: Maximale Wärmeausbeute.
- Tipp: Achten Sie auf stabile Metallgestelle. Manche günstigen Modelle biegen sich bei schweren Katzen (wie Maine Coons) schnell durch.
2. Der Geheimtipp: Selbstheizende Decken (Thermo-Decken)
Diese Decken sehen aus wie normale Katzenmatten, haben aber ein Innenleben aus einer speziellen Folie (ähnlich wie Rettungsdecken).
- Funktionsweise: Sie reflektieren die Körperwärme der Katze direkt zurück, statt sie in den Boden abzuleiten.
- Vorteil: Sie funktionieren ganz ohne Strom, sind sicher und können überall platziert werden (Sofa, Boden, Fensterbrett).
3. Das Fensterbrett-Bettchen
Im Herbst und Winter scheint die Sonne flacher in die Zimmer. Ein Platz auf dem Fensterbrett (darunter ist meist die Heizung!) ist ideal.
- Tipp: Legen Sie ein isolierendes Kissen unter. Stein- oder Marmorfensterbänke sind oft eiskalt und ziehen die Wärme aus dem Katzenbauch, was zu Blasenentzündungen führen kann. Eine dicke Unterlage ist Pflicht.
4. Snuggle Safe & Mikrowellenkissen
Für Katzen, die es besonders warm brauchen (z.B. Nacktkatzen oder Kranke), gibt es spezielle Heizkissen für die Mikrowelle (z.B. „Snuggle Safe“).
- Vorteil: Sie halten die Wärme bis zu 10 Stunden und haben keine Kabel, an denen geknabbert werden kann.
Vorsicht bei diesen Wärmequellen! (Sicherheits-Check)
Nicht alles, was warm ist, ist auch sicher für Katzen. Gerade wenn Sie nicht zu Hause sind, sollten Sie folgende Quellen meiden oder sichern:
⚠️ Wärmflaschen mit Wasser
Viele Katzenbesitzer machen ihrer Katze eine Wärmflasche. Hier ist Vorsicht geboten:
- Krallen-Gefahr: Eine spielende Katze kann das Gummi mit den Krallen durchlöchern. Auslaufendes, kochend heißes Wasser führt zu schwersten Verbrühungen.
- Lösung: Nutzen Sie Wärmflaschen nur, wenn diese dick in Handtücher eingewickelt sind oder verwenden Sie lieber Kirschkernkissen.
⚠️ Elektrische Heizdecken
Alte Heizdecken für Menschen können gefährlich werden, wenn die Katze am Kabel kaut oder die Decke durch Überhitzung Feuer fängt. Nutzen Sie wenn überhaupt nur spezielle Heizmatten für Tiere mit bissfestem Kabel und Niedervolt-Spannung.
⚠️ Kaminöfen
Ein offenes Feuer oder ein heißer Kaminofen zieht Katzen magisch an. Achten Sie auf Funkenschutzgitter. Katzen schätzen Entfernungen zu Hitze meist gut ein, können aber beim Spielen oder Dösen mit dem Schwanz zu nah an die heiße Scheibe oder Glut geraten.
Extra-Tipp: Wärme für Senioren-Katzen
Haben Sie eine ältere Katze (ab ca. 10–12 Jahren)? Dann ist Wärme keine Luxusfrage, sondern medizinisch sinnvoll. Viele Senioren leiden unter Arthrose (Gelenkverschleiß). Kälte verstärkt den Gelenkschmerz, Wärme lindert ihn und macht die Glieder geschmeidiger. Sorgen Sie bei Senioren für besonders leicht zugängliche (niedrige) Wärmeplätze, damit sie nicht springen müssen, um sich aufzuwärmen.
Fazit: Machen Sie es ihr gemütlich
Der Herbst ist die perfekte Zeit, um die Wohnung „katzenwinterfest“ zu machen. Ein neuer Bezug für die Heizungsliege oder eine isolierende Matte auf dem Fensterbrett sorgen sofort für mehr Wohlbefinden.
Sie verreisen im Herbst oder Winter?
Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, dass die Wohnung nicht auskühlt, während Sie weg sind. Als Ihr Katzensitter achte ich darauf, dass:
- Ihre Katze Zugang zu ihren warmen Lieblingsplätzen hat.
- Die Raumtemperatur stimmt (ich drehe Heizungen nach Ihren Vorgaben auf oder ab).
- Decken und Kissen dort liegen, wo Ihre Katze sie braucht.
Damit Sie sicher sein können: Ihrer Samtpfote wird es zu Hause ganz warm ums Herz sein – auch wenn Sie gerade nicht da sind.



