Trinkfaul? So animierst du deine Katze zum Trinken (auch im Sommer)
Viele Katzenbesitzer kennen das Problem: Der Wassernapf steht unberührt in der Ecke, während die Katze lieber aus dem Wasserhahn tröpfelt oder neugierig das Gießwasser begutachtet. Da Katzen von Natur aus eher wüstenbewohnende Tiere sind, haben sie ein schwach ausgeprägtes Durstgefühl. Besonders im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, wird eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr jedoch lebenswichtig, um Nierenproblemen vorzubeugen.
Hier sind die besten Strategien, um deine Samtpfote zum Trinken zu animieren.
Warum trinken Katzen so wenig?
In der freien Natur nehmen Katzen den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Beutetiere auf. Da Trockenfutter sehr wenig Feuchtigkeit enthält, kann es bei reiner Trockenfütterung schnell zu einem Defizit kommen. Wenn deine Katze also wenig trinkt, liegt das oft nicht an bösem Willen, sondern an ihrem genetischen Erbe.
5 Tipps: Mehr Wasser in den Katzen-Alltag bringen
1. Der richtige Standort ist entscheidend
Katzen sind wählerisch. Steht der Wassernapf direkt neben dem Fressnapf, wird er oft ignoriert – in der Natur könnte das Wasser durch Beutereste verunreinigt sein.
- Tipp: Platziere mehrere Wasserstationen in der Wohnung, verteilt in verschiedenen Räumen und vorzugsweise weit weg vom Futterplatz.
2. Bewegung im Wasser: Der Trinkbrunnen
Viele Katzen bevorzugen fließendes Wasser gegenüber abgestandenem Wasser im Napf. Ein Trinkbrunnen kann hier wahre Wunder wirken. Das sprudelnde Geräusch und die ständige Bewegung des Wassers machen es für die Katze interessanter und garantieren zudem eine bessere Wasserqualität durch Filter.
3. Das „Geheimnis“ der Schüssel
Nicht jede Schüssel ist gleich. Viele Katzen mögen es nicht, wenn ihre Schnurrhaare den Rand der Schüssel berühren (der sogenannte „Schnurrhaar-Stress“).
- Tipp: Biete flache, breite Näpfe aus Keramik, Glas oder Edelstahl an. Plastiknäpfe können Gerüche annehmen, die Katzen abschrecken.
4. Wasser „pimpen“
Wenn deine Katze absolut nicht an das Wasser will, kannst du es geschmacklich aufwerten:
- Ein kleiner Schuss laktosefreier Milch (nur wenig!).
- Der Saft aus einer Dose Thunfisch (im eigenen Saft, nicht in Öl oder Salzwasser).
- Ein paar Tropfen ungewürzter Hühnerbrühe.
5. Der Nassfutter-Trick
Der einfachste Weg, mehr Flüssigkeit in die Katze zu bekommen, ist die Ernährung.
- Der Trick: Mische unter das Nassfutter einen zusätzlichen Esslöffel warmes Wasser. So entsteht eine Art „Suppe“, die die meisten Katzen sehr gerne aufschlecken.
Besondere Vorsicht im Sommer
Bei Hitze schwitzen Katzen nicht wie wir Menschen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur durch Hecheln oder durch das Putzen ihres Fells, wobei der Speichel auf der Haut verdunstet. Unterstützung ist hier besonders wichtig:
- Eis-Spielzeug: Wenn deine Katze es mag, kannst du einen Eiswürfel (vielleicht mit einem kleinen Stück Leckerli darin) in den Napf geben. Das Spiel mit dem schwimmenden Eiswürfel animiert zum Trinken.
- Kühle Plätze: Stelle sicher, dass die Katze immer Zugang zu kühlen, schattigen Orten hat, damit sie ihren Energieverbrauch und damit den Wasserbedarf nicht unnötig in die Höhe treibt.
Wichtiger Hinweis: Wenn du merkst, dass deine Katze plötzlich deutlich weniger trinkt oder frisst, sich apathisch verhält oder bei sommerlicher Hitze stark hechelt, suche bitte umgehend eine Tierarztpraxis auf. Eine Dehydrierung kann bei Katzen sehr schnell gefährlich werden.
Fazit: Mit ein wenig Geduld und ein paar kleinen Veränderungen in der Umgebung kannst du deine Katze dazu motivieren, regelmäßig zu trinken. Experimentiere ein wenig – jede Katze hat ihren eigenen Geschmack, wenn es um ihre „Bar“ geht!
Wie animierst du deine Katze dazu, mehr zu trinken? Schreib uns deine Tipps gerne in die Kommentare!






